Stora Enso gibt die Gewinner des Designwettbewerbs Recreate Packaging 2016 bekannt


Den 1. Preis in der Kategorie Studierende gewann Duncan Anderson. Der 1. Preis in der Kategorie Profis ging an Micaela Nilsson von dem schwedischen Unternehmen Gafs Kartong. Die prämiierten Wettbewerbsbeiträge sind auf der Website www.recreatepackaging.com zu besichtigen.

Der von Stora Enso veranstaltete Designwettbewerb Recreate Packaging fand in diesem Jahr zum dritten Mal statt und erfreute sich größerer Beliebtheit als je zuvor. Insgesamt wurden 157 Beiträge eingereicht, die sich alle mit der Frage beschäftigten, wie man bei Luxusverpackungen aus den taktilen Eigenschaften von Karton das Beste herausholen kann. Der 1. Preis war sowohl in der Kategorie Studierende als auch in der Kategorie Profis mit 5 000 Euro dotiert. Über die Beiträge mit der stärksten ûberzeugungskraft war sich die Jury bald einig.

"Wir waren hocherfreut über die vielen neuen Ideen, wie man Karton bei Luxusverpackungen für Champagner, Schokolade und Parfüm einsetzen könnte", erklärt Jari Latvanen, Juryvorsitzender und Leiter der Division Stora Enso Consumer Board. "Die Designer hatten genau herausgefunden, welche taktilen Eigenschaften unserer erneuerbaren Verpackungsmaterialien dazu imstande sind, dem Verbraucher ein einzigartiges Erlebnis zu verschaffen."

Kommentare der Jury

Die Jury von Recreate Packaging 2016 kommentierte Duncan Andersons Beitrag Chrysalis folgendermaßen: "Die Hauptaufgabe der Kosmetikindustrie ist es, für ihre Produkte den gebührenden Rahmen zu schaffen. Bei Parfümverpackungen tritt die Form der Parfümflasche gewöhnlich nicht in Erscheinung - und das ist schade. Bei dem prämiierten Beitrag jedoch ist die Form der Flasche durch die Verpackung hindurch sichtbar. Mit dem Stora Enso-Karton Performa Brilliance wurde bei der Wahl des Materials eine hervorragende Entscheidung getroffen. Die Präsentation der Verpackung ist ästhetisch ansprechend und gibt einen organischen Eindruck von der Gesamtkonzeption. Im Bereich Parfümverpackungen ist ein derartig innovatives Design etwas Neues. Es ist schön, taktil und originell, und die ausgezeichnete Präsentation und die Musterexemplare zeugen von ungewöhnlicher Geschicklichkeit und Kreativität."

Bei Micaela Nilssons Verpackung Pivert Champagne war jedem Jurymitglied klar: "Hier haben wir einen deutlich überlegenen Gewinner. Sehr überzeugendes Design, das den Eindruck perlender Champagnerbläschen erzeugt und gekonnt mit Lichteffekten arbeitet. Innovative Verwendung von technischer Funktion und ästhetischem Aspekt, die sich die Vielseitigkeit der Kartonsorte CKB geschickt zunutze macht. Das Design bietet zahlreiche Möglichkeiten des Zuschnitts auf andere Themen und Farben. Trotz seiner Schlichtheit schafft es großen Mehrwert."

Die anderen Preisträger

In der Kategorie Studierende wurde der Beitrag The French Chocolate Trip, eingereicht von Georges Diant von der französischen Designschule Strate, mit dem 2. Preis und der Beitrag Perfume packaging, eingereicht von Karoline Lademann von der Akademie der Schönen Künste in Gdansk (Polen), mit dem 3. Preis ausgezeichnet. In der Kategorie Profis ging der 2. Preis an den Beitrag ChocBook, der von Uwe Melichar/Factor sowie Andra Teibaha und Girts Strumpmanis/Brandbox entwickelt wurde (Deutschland/Lettland). Den 3. Preis erhielt der Beitrag Trianguli, eingereicht von Johan Berglund und Magdalena Piehl von Studio Piehl (Schweden). Eine Ehrenerwähnung erhielt Martin Sombathy aus Kanada für seinen Beitrag Alpine Millk Chocolate. Den Publikumspreis erhielt die elegante Schokoladenverpackung Bermuda, eingereicht von den Studierenden Tuan Dao Manh und Khan Lam von der Beuth Hochschule für Technik in Berlin.

Die Preisverleihung des von Stora Enso veranstalteten Wettbewerbs fand am 11.5.2016 im Knickerbocker Hotel in New York statt. Die Preise wurden überreicht von der Designerin Bea Szenfeld, die für ihre Modekreationen aus Papier bekannt ist und Mitglied der Jury von Recreate Packaging 2016 war.

Interview mit Duncan Anderson, dem Gewinner in der Kategorie Studierende

Duncan Anderson studiert Verpackungs- und Markendesign am Designinstitut Lahti in Finnland. Er erzählte uns, wie sein preisgekrönter Beitrag Chrysalis entstand:

"Bei einem Besuch in einem Schmetterlingsschutzgebiet im letzten Sommer sah ich zum ersten Mal eine Chrysalis, einen Schmetterling im Verpuppungsstadium, und dachte mir, das wäre ein interessanter Ausgangspunkt für ein Projekt, denn die Chrysalis ist ja ein tolles Beispiel für eine von der Natur selbst entwickelte Verpackung. Und sie schien auch die Vorgaben von Recreate Packaging 2016 gut zu erfüllen: eine schöne Schutzhülle für einen eleganten Inhalt und die Verwendung natürlicher Stoffe bei erneuerbaren Verpackungen. Der Name Chrysalis schien mir außerdem sehr passend für ein Parfüm.

Ich habe schon als Kind sehr gern mit Karton gearbeitet. Wenn man sich von diesem planen Stück Material ausgehend immer neue Möglichkeiten ausdenkt, fühlt man sich ein bisschen wie ein Forscher und Entdecker. Mir gefällt, dass Papier, obwohl es ein altes Material ist, immer noch neue und innovative Entwicklungs- und Anwendungsmöglichkeiten hat. Für mein Empfinden besitzt Papier eine große Tiefe, Wärme und Vielseitigkeit.

Bevor ich mich für die endgültige Konzeption entschied, probierte ich eine Menge unterschiedlicher Formen und Öffnungsmechanismen aus. Das erforderte sehr viel Zeit und lange Arbeitstage bis spät in die Nacht hinein, doch es war mir einfach wichtig, die richtige Lösung herauszufinden. Ich denke, wenn man in einem Wettbewerb Erfolg haben will, kommt es vor allem darauf an, sich die jeweiligen Vorgaben und Beurteilungskriterien klar zu machen und sich bei fortschreitendem Arbeitsprozess immer wieder auf sie zu besinnen. Unser Geist neigt nun einmal dazu, abzuschweifen. Während des Prozesses stelle ich eine Menge Prototypen her, um Ideen zu entwickeln und zu verfeinern, und baue die letzten dann mit größtmöglicher Präzision. Bei der Präsentation des Endresultats ist es, denke ich, wichtig, dass man genau weiß, was man rüberbringen will. Der Prototyp sollte weitgehend für sich selbst sprechen, und deswegen kommt es darauf an, alle überflüssigen Informationen wegzulassen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren."

Interview mit Micaela Nilsson, der Gewinnerin in der Kategorie Profis

Micaela Nilsson arbeitet als Konstruktionsdesignerin bei dem schwedischen Verpackungshersteller Gafs Kartong. Das Team wollte die Rolle der neuesten Lasertechnologie bei der Verpackungsherstellung hervorheben.

 "Gafs Kartong war schon immer ein Vorreiter, was neue Technologien betrifft, und hat vor kurzem in eine Highcon-Anlage investiert, eine digitale Stanz- und Rillmaschine, die mit Lasertechnologie arbeitet. Mit unserem Beitrag zu Recreate Packaging 2016 wollten wir das unterstreichen.

Wir wollten eine Champagnerverpackung kreieren, in der Raffinesse und Luxus des Champagnergenusses verkörpert sind. Da wir die Rolle der Lasertechnologie hervorheben wollten, begannen wir mit einer einfachen rechtwinkligen Konstruktion. Die Außenverpackung gestalteten wir als anmutige Szenerie aus perlenden Champagnerbläschen, so als wäre die Verpackung selbst ein Glas Champagner, mit einigen kleinen Bläschen am Grund und vielen größeren oben. Auf diese Weise machte die Verpackung allein durch ihre äußere Erscheinung eine Aussage über ihren Inhalt.

Für die Schutzfunktion bedienten wir uns der Biomimikry, d. h. wir übertrugen ein Phänomen aus dem Tierreich auf die Technik. Die Innenverpackung wurde so konstruiert, dass die Flasche in der Luft schwebt, ohne Kontakt mit Boden und Wänden der Außenverpackung. Unser Vorbild in der Tierwelt war der Grünspecht, nach dem die Verpackung auch den Namen ,Pivert' erhielt - so heißt der Vogel nämlich auf Französisch. Der Produktname wurde auf einer Manschette mit der braunen Rückseite des Stora Enso CKB-Kartons nach außen sorgfältig ausgeschnitten. Um die optische Wirkung der Champagnerbläschen nicht zu beeinträchtigen, wurde die Manschette anschließend mit demselben Material hinterklebt. Dadurch kam das von uns angestrebte luxuriöse Gefühl von Einfachkeit und Mehrschichtigkeit vollendet zum Ausdruck.

Die fertige Packung wurde auf der digitalen Stanzmaschine Highcon hergestellt und erhielt mithilfe von Lasertechnologie den letzten Schliff. Ich arbeite sehr gern mit CKB-Karton, denn er ist ein großartiges Material mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. CKB verlieh der Packung die erforderliche Festigkeit, und durch die unterschiedlichen Farbe von Vorder- und Rückseite erhielt das Design die nötige Dynamik, um auch ohne jeglichen aufgedruckten Text zu funktionieren."

Die Jury von Recreate Packaging 2016

Als Jury des Designwettbewerbs Recreate Packaging 2016 fungierte ein Expertenteam, dem Vertreter von Markenartiklern der Parfüm-, Champagner- und Schokoladenbranche, renommierte Designer und der Leiter der Stora Enso-Division Consumer Board als Vorsitzender angehörten.

Stéphane Lefondeur, Packaging Development and Procurement Manager, Martell Mumm Perrier Jouët
Franz Liebenspacher, Senior Expert Packaging, Nestlé
Fabrice Peltier, Verpackungsdesigner
Bea Szenfeld, Modedesignerin
Marion Trossat, Head of Purchasing and Packaging Development Department, Interparfums
Jari Latvanen, Executive Vice President, Head of Consumer Board Division

Fotos herunterladen unter http://bmt.storaenso.com/l/XGhhQJfhfJWM.

Weitere Informationen

Sanna Heiskanen, Communications Manager, Stora Enso Consumer Board,Tel. +358 40 773 9373, E-Mail sanna.heiskanen@storaenso.com

Stora Enso ist ein führender Anbieter von nachhaltigen Lösungen für die Bereiche Verpackung, Biomaterialien, Holzbau und Papier auf globalen Märkten. Unser Ziel ist es, durch Innovation und Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen auf der Basis von Holz und anderen erneuerbaren Materialien Materialien auf fossiler Basis zu ersetzen. Das Unternehmen erwirtschaftete 2015 mit rund 26 000 Mitarbeitern/innen in mehr als 35 Ländern einen Umsatz von 10,0 Milliarden EUR. Die Stora Enso-Aktien werden an den Börsen von Helsinki und Stockholm gehandelt.

www.storaenso.com

http://renewablepackaging.storaenso.com


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